Schafe im Weinberg

Manfred
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Schafe im Weinberg

Beitrag von Manfred » Do 1. Aug 2019, 17:35

An der Uni Freiburg läuft ein Projekt zum Einsatz von Schafen im Weinbau:


"Vierbeinige Rasenmäher statt Unkrautvernichter: In Freiburg und am Kaiserstuhl wird getestet, ob Winzer von Schafen profitieren. Bevor die Trauben süß werden, müssen die Tiere aber wieder gehen."

"Und auch die Blätter der Rebe selbst dürfen gerne gefressen werden. Die Freistellung der Traubenzone, also das Entfernen von Blattwerk bis auf etwas Hüfthöhe, sie notwendig, um die Pflanze vor Pilzbefall zu schützen."

"Zudem reduzieren die Schafe laut den Forschern unerwünschte Triebe um mehr als 90 Prozent."

https://www.badische-zeitung.de/tierisc ... m-weinberg

Fröschchen
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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von Fröschchen » Mo 5. Aug 2019, 12:13

Hüfthöhe? Wessen??! Unsere Kamerun-Kleinteile stellen sich auf die Hinterhufe und erreichen hüpfend somit Apfelbaumblätter/ -äste in ca. 1,50 m Höhe.
Somit wird alles ausgezäunt, damit WIR die Äpfel ernten können. Fallobst wg. Trockenheit ist für die ja reichlich da.
Wie hoch wird eigentlich eine Weinstockrebe??
Könnte ich mir dann nur die Minis vorstellen, also Skudden oder Ouessants...
MfG
Fröhlich gequakter Gruß :flag: und weggehüpft!!! :duck:

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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von Schnucke » Mo 5. Aug 2019, 19:20

Das stimmt. Unsere Gotländer und Guteschafe fressen auch an den Apfelbäumen. Sie kommen bestimmt mind. 1,50 m hoch, wenns reicht.
LG Schnucke
"Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."

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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von KABA » Mo 5. Aug 2019, 19:58

und meine würden vermutlich nicht nur die Blätter fressen, sondern gleich die ganzen Pflanzen - oder sie zumindest so schädigen, dass sie eingehen... :o:
Ich wünsche dir die Fröhlichkeit eines Vogels im Eberescheneschenbaum am Morgen,
die Lebensfreude eines Fohlens auf der Koppel am Mittag,
die Gelassenheit eines Schafes auf der Weide am Abend.

mumps
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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von mumps » Di 6. Aug 2019, 07:00

Soweit ich weiß, betreibt ein winzer in der Pfalz das schon länger, mit heidschnucken.,

Edit war im badischen

https://www.badische-zeitung.de/endinge ... 67896.html

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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von B-Johanna » So 18. Aug 2019, 12:43

Hier ist meine Schafrasse ideal, da kurze Beine und kleine Fleischschafe aus der traditionellen Linie, Risshöhe max. 60cm.
Werden seit einigen Jahren schon erfolgreich in Österreich im Wein- und Obstbau eingesetzt und der junge Obst-/Weinbauer hat diese Rasse in einem 2-Mo-Praktikum im Ausland kennengelernt. 2014 hatte ich den ersten Kontakt und im Herbst hatten wir die ersten Lamm-Auen exportiert.
Heute ist der Kollege in Ö sehr zufrieden und hat großen Anklang bei seinen Bio-Nachbarn erhalten.
Da die erste Rebenschnur ( heißt glaub ich anders ) auf ca. 90cm beginnt, wird z.B. das sonst maschinelle Entlauben von den Schafen erledigt,
Biodiversität durch Dung ecc.
Wichtig ist jedoch, daß ca. 2Jahre vor dem Einzug von Schafen keine Spritzungen auf Boden, an den Stöcken oder Bäumen vorgenommen werden.
Hier müßte man sich gut erkundigen, welche Alternativen zur Verfügung stehen würden.
In meinem Fall handelt es sich ausschließlich um Bio-und Demeter-Betriebe, sodaß entsprechende Vorsorge in der Regel bereits gegeben ist.
Wer mehr wissen möchte, mache ich mich gerne intensiver kundig.

Schönen Sonntag ( es regnet gottseidank !!! ) immer noch
B-Johanna

Moselshire
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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von Moselshire » Mo 7. Okt 2019, 19:39

Hat sich eigentlich mal jemand damit beschäftigt dass die Spritzungen aich Kupfer enthalten bzw. wie lange es dauert bis das wieder ,,weg,, ist?

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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von schafbauer » Mo 7. Okt 2019, 20:07

Ja. Ein Freund hat das Gras aus einer ehemaligen Anlage untersucht wo vor 26 Jahren das letzte mal Cu gespritzt wurde. Fazit. Für Schafe tötlich
"Nur was man gerne macht, macht man auch gut." :schaf2:

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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von smallfarmer » Mo 7. Okt 2019, 20:25

FAO Schafbauer, was ist da tödlich für die Schafe?

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Re: Schafe im Weinberg

Beitrag von schafbauer » Mo 7. Okt 2019, 20:28

Der hohe Gehalt an Kupfer?
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