Trockenheit ohne Ende

Zesti
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Re: Trockenheit ohne Ende

Beitrag von Zesti »

Schafhüterin hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 16:27
Zesti hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 14:41 Bei uns ist es aktuell auch sehr trocken, was bei uns hilft ist Luzerne. Ich habe auf den Wiesen die schnell vertrocknet, Luzerner aus gesät und die steht immer dunkel grün und beschafft super Futter, auch auf den Sandflächen.

Bei einem kleinen Bestand, keine Rede, nur wenn du mehr Schafe hast, wird das sehr kostenintensiv, zumal ich ja schon seit Juni zufüttern muss und seit Juli voll.

Da ich wieder in Nordengland für eine gute Wochen war, hab ich eh Luzernen-Heulage füttern lassen, aber jetzt bin ich zurück und die Lage hat sich eher verschlechter. Der Regen lässt auf sich warten. Hab mit der Schlachterei gesprochen, ich könnte sie in 4 Wochen alle zum Schlachten bringen.

Das Problem mit der Trockenheit hier, ist ja nichts Neues, es verschlechtert sich von Jahr zu Jahr und seitens der Auftraggeber, ist ja sowieso keine Unterstützung zu erwarten.

Es sind halt eben sehr schöne Tiere zu schade zum Schlachten. Man ist hin und her gerissen. :roll:

Hier ein Teil der Herde
02-08-2026 Dürre-skl.jpg
Hallo Schafhüterin,

mir war bewusst, dass dies für größere Herden nicht funktioniert. aber da vorher User in Hobbyhaltung geschrieben haben, kann dies schon eine Idee sein, seine Schafe über so eine Zeit zu bekommen.
Ich habe sonst immer die unbewirtschafteten Ackerflächen mit Luzerne angesät und diese den Lämmern frisch gefüttert. Als letztes Jahr noch ein paar Samen übrig waren, haben wir sie auf der Wiese mit Sandboden ausgestreut und sie da, die Luzerne steht satt grün da, obwohl das Gras braun ist. Dies kann andere User vielleicht helfen, dies auch zu probieren.

Das größere Herden das nicht viel weiterhilft ist klar, der Nachbar mit seinen 400Tieren, da bringt es nicht viel. Aber vielleicht hat man einen Landwirt in der Nähe, wo man die abgeernteten Getreideflächen nachfressen lassen kann oder ähnliches.
Im Forum sollte man ja Hilfe bekommen, nicht was nicht funktioniert.
Ralf
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Re: Trockenheit ohne Ende

Beitrag von Ralf »

@Schafhuterin
Das sind aber auch feine Damen.
Wäre echt schade 😞
Ralf
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Re: Trockenheit ohne Ende

Beitrag von Ralf »

Es wird mager. Das grüne Etwas täuscht.

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Loulou
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Re: Trockenheit ohne Ende

Beitrag von Loulou »

Man (= ich) muß ja nicht gleich Afrika heranziehen.
Hingegen empfehle ich, sich mal Bilder oder Filmchen aus der Mongolei anzuschauen, wo Nomadisierende mit riesigen Herden an Schafen und Ziegen herumziehen.
Bei meinen Plädoyers gegen Lecksteine führe ich dieses Beispiel immer gern an mit dem Hinweis, dass die Tausende Tiere alle ohne Leckstein um den Hals herumlaufen.
Weiter dienen mir diese Herden als Beispiel für den Beweis, dass es keine "Schiegen" gibt, wie in Deutschland immer wieder angenommen und behauptet wird. Denn angesichts des unendlichen, massenhaften Durcheinanderwuselns von Ziegen und Schafen dortens (ich hoffe', das Wort wirt noch verstanden) dürfte es in der Mongolei keine Schafe, noch Ziegen mehr geben, die man von einander unterscheiden könnte.
Zur Kernaussage: da kannst Du auch keine Futtergrundlage mehr erkennen - wegen Überweidung.
Schafhüterin
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Re: Trockenheit ohne Ende

Beitrag von Schafhüterin »

Ein Lichtblick ....

... ich beweide ein LSG (= Landschaftsschutzgebiet), bei dem auf der einen Seite Gemüseanbau, auf der anderen Seite Weinbau betrieben wird. Vom Gemüseanbau profitiere ich, sobald die Bohnenernte zu Ende geht, denn dann kann ich dort den gesamten Mais (Stangen mit Kolben, der links und rechts mehrreihig, zum Schutz der Bohnen, angepflanzt wird) ernten und verfüttern.

@Loulou: Auch die Mongolei hat ihre Probleme mit der Weidetierhaltung

Steppen bis zum Horizont: Die Weideflächen sind das wichtigste Kapital der Mongolei und sichern vielen Hirtenfamilien ihr Einkommen. Doch es gibt zu viele Tiere, Weiden sind deshalb ausgelaugt, die Tiere finden zu wenig gutes Futter. Wie kann die Steppe überleben?
Mongolische Nomaden ohne Zukunft


Quelle DW Deutsch: https://youtu.be/kZuRgow-bY8?si=4X9WMFMh0VHCIVV9

Ein Merionschäfer sagte mir mal, auf meinen Flächen würden seine Schafe verhungern. Ich habe mir über all die Jahre meine Herde so zusammen gekreuzt, das sie mit diesen kargen Böden (Sandböden, Magerrasen) zurecht kommen. Robust, genügsam und fressen alles wie Disteln, Brombeeren, Brenneseln, usw., wenn es die nun noch gibt. Unsere Brombeer-Plage hat sich in nichts aufgelöst, alles ist total verdorrt, teilweise abgestorben. Bei uns knicken die Bäume, wie Streichhölzer, haben schon in den vergangenen Jahren gelitten.
Schafhüterin


Ich arbeite für Schafe

Biotoppflege mit Schafen
Extensive Beweidung von Schutzgebieten
Naturschutz
Ralf
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Re: Trockenheit ohne Ende

Beitrag von Ralf »

Zur Kernaussage: da kannst Du auch keine Futtergrundlage mehr erkennen - wegen Überweidung.
Das muss ich erst lernen. Aber ändern kann ich es jetzt eh nicht mehr.
Also das Heu mehr zur Verfügung stellen.

Ich habe die Weide letzten Herbst übernommen und habe ihr arg mit dem Schlegelmulscher zugesetzt.
Einen dichten Bewuchs hatte ich also nie.
Ich hoffe die Weide schaut nächstes Jahr voller aus.
Sheepy
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Re: Trockenheit ohne Ende

Beitrag von Sheepy »

Also, wir hatten bislang noch etwas Glück mit dem Sommer. Nach zwei oder drei heißen Tagen folgte jeweils immer ausgiebiger Starkregen mit Gewitter. Gestern Nacht bin ich vom strömenden Regen sogar aufgewacht; die massive Geräuschkulisse ließ erahnen, welche Wassermassen hier heruntergekommen sein müssen. Dennoch wächst das Gras augenscheinlich kaum nach und sah am Morgen lediglich etwas grüner und erfrischt aus.

Ein Weidewechsel zurück auf die regenerierte Fläche steht diese Woche noch bevor, und ich bin gespannt, wie lange die Schafe davon zehren können und ob ein weiterer Wechsel ohne Heu vor Herbst möglich wird.
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