Zufütterung mit der Flasche

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seeschaf
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Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von seeschaf »

Hallo,
Wir haben vor ein paar Tagen Vierlinge bekommen, die wir nun mit der Hand zufüttern, da es der Mutter nach der Geburt (sie brauchte viel Hilfe) nicht gut ging und sie die Lämmer auch nicht gut annahm.
Das ist mittlerweile zum Glück kein Problem mehr, wir haben sie wegen Nachgeburtsverhalten behandelt und seitdem lässt sie brav alle trinken.
Aktuell füttern wir trotzdem zu, untertags 6x alle 3 Stunden jeweils ca 300-400ml für alle 4, je nachdem wie viel Hunger die kleinen haben.
Heute sind sie 5 Tage alt, und ich habe zwei Fragen:
Sie wachsen ziemlich auseinander (zwei sind kleiner, zwei größer, alle sind fit und springen herum). Kann ich das irgendwie eindämmen? Aktuell versuche ich, sie zuerst zu tränken, damit sie sicher genug haben, sie trinken aber trotzdem weniger als die Anderen.
Und wie oft würdet ihr zukünftig füttern? Was haltet ihr von den Kübeln mehreren Saugern? Bald komme ich mit einem Fläschchen pr Mahlzeit nicht mehr aus. Außerdem, wie lange würdet ihr das machen? Die Mutter ist sehr dünn, wir füttern zwar zu, aber sie hat in den letzten Wochen vor der Geburt kaum mehr gefressen.
Danke für eure Erfahrungen!
Therese
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peter e.
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Re: Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von peter e. »

Therese, über deine Fragen sind schon ganze Bücher geschrieben worden - dies hier zu beantworten würde den Rahmen sprengen. Der Kürze wegen in Satzfragmenten zu antworten wird der Sache auch nicht gerecht. Ich versuche es trotzdem:
Die Mutter muss beigefüttert werden!! Je größer die Frucht (hier sogar Vierlinge) desto eingeschränkter wird das Verdauungsvolumen, damit sinkt die Aufnahme wichtiger Substanzen.
Je nachdem in welchem Horn die Lämmer zusammen lagen entwickeln sie sich unterschiedlich, dass wird sich u.U. auch im Leben nicht wieder aufholen. Da die Milch der Mutter - s.o. - wohl nicht so prickelnd ist, sollten die Lämmer beigefüttert werden (das machst du ja). Auch eine zusätzliche Gabe Vit E-Selen und Vit B-Komplexe sind unschädlich.
Denke daran, dass der Magen der Lämmer kaum größer als ein Schnapsglas (2cl) ist, dementsprechend "groß" darf nur die Menge pro Fütterung sein, d.h. lieber öfter und wenig als weniger und viel.
Lämmer haben immer Hunger, den Begriff -satt- kennen sie nicht. D.h. menschliches Verständnis bringt sie um.
Eimer mit SAugern und permanentem ZUgriff für die Lämmer geht nur mit gesäuerter Milch, ist nur was für die, die es können - habe ich nie gemacht.
Ansonsten scheint es wohl zu sein, dass du das schaffst. Gutes Gelingen.
peter e.

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juna123
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Re: Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von juna123 »

Hier im Forum gibt es eine super Tränkeanleitung.
Die Lämmer sollten nicht überfüttert werden, ich denke fast 100ml sind pro Lamm viel zu viel. Wie Peter oben geschrieben hat. Dem Rest stimme ich ebenfalls zu.

Biete den Lämmern frühzeitig Kraftfutter mit an.

Zu den Eimern kenne ich es nur sie zu den Mahlzeiten hingehangen werden und dann direkt wieder weg, also mit frischer Milch. Es gab allerdings mehrere Lämmer, die haben es bis zum Ende nicht kapiert.

Im Internet gibt es Flaschen mit 1L für Lämmer, wenn du davon zwei holst, reicht es für deine 4 sicherlich aus.

Bitte achte drauf, das die Mutter sowie Lämmer immer mit allen Nährstoffen versorgt sind.

Im Forum gibt es auch noch weitere Beiträge zum Thema, dort wird teilweise auch noch weiter eingegangen.

Viel Erfolg 🍀
seeschaf
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Re: Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von seeschaf »

Hallo,
Danke für eure Antworten!
Die Mutter steht auf einer frischen Wiese, wir werden aber mehr Kraftfutter zufüttern. Normal bekommt hier jeder eine Handvoll morgens und abends. Die Lämmer zupfen schon Gras, Kraftfutter probieren wir ab heute abend auch, danke :) Kenns nur aus dem Rinderbereich, da war üblicherweise die Devise, eher zu warten.

Gut zu wissen, dass sie immer Hunger haben, dann bleiben wir erst mal auf der Menge.

Lg Therese
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Re: Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von Fröschchen »

von juna123 » Di 5. Mai 2026, 11:45
Es gab allerdings mehrere Lämmer, die haben es bis zum Ende nicht kapiert.

Nach letztem Jahr mit Zwilling-Zufütterung habe ich mir von Kerbl einen 4er Flaschenhalter zugelegt: Rafften es aber nicht!
Heuer Drillinge und von Geburt an Flaschis: Raffen das ebenfalls nicht. Also jedesmal alle drei nacheinander an eine Flasche gedockt, dann die nächste portioniert...

Irgendwann ist der "Spaß" auch durch, und es läuft "normal"... Hab' Geduld.
Grüßchen...
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein. (Albert Einstein)
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Re: Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von peter e. »

Für A ist der beste Ansprechpartner die HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Ein Einstieg ist hier zu finden. Es braucht selbstredend Zeit, um sich einzulesen, aber es lohnt sich.
peter e.

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seeschaf
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Re: Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von seeschaf »

Hallo,
Ich hab ein kleines Update: Die vier wachsen wie Unkraut, der Mutter tut die Zufütterung sichtlich gut, wir füttern aktuell mit zwei Flaschen und werden dabei auch bleiben. Mitfressen tun sie sehr brav, sie bekommen selbst gemischtes Lämmerkorn aus eigenem Getreide plus Mineralleckstein. Natürlich sind sie sehr anhänglich, da sie aber als Rasenmäher zu einer lieben Familie kommen, passt das gut.
Übrigens, bzgl annehmen der Flasche: An Tag 1 wollten sie gar nicht, zu Mittag am nächsten Tag waren zwei dann so weit und die letzten beiden habens im Laufe des nächsten Tages kapiert. Allerdings kannte ich das von den Kälbern schon:) Manche brauchen einfach länger.
Danke für eure Tipps, und den Hinweis auf die Tränkeanleitung, deren Existenz ich erfolgreich verdrängt hatte. :schaf2:
Lg Therese
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Re: Zufütterung mit der Flasche

Beitrag von KABA »

Und noch ein Tipp: das Mutterschaf entwurmen!
Ich mache das immer in den ersten Tagen nach der Lammung, damit sie keine "internen Mitesser" hat, die kontraproduktiv zum Zufüttern sind :o:
Ich wünsche dir die Fröhlichkeit eines Vogels im Eberescheneschenbaum am Morgen,
die Lebensfreude eines Fohlens auf der Koppel am Mittag,
die Gelassenheit eines Schafes auf der Weide am Abend.
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