1. Also Mindestbestand hatte ich am Anfang mit kastriertem Böckchen und zwei Auen, später noch einige Auen dazu. Hat problemlos geklappt, der Hammel war eigentlich der zutraulichste. Was bei nicht kastrierten eher nicht der Fall sein dürfte...wenn ich heute zurückschaue, würde ich zu Anfang gleich 4 oder 5 nehmen, weil wir nach einem Jahr eines verloren hatten und dann die verbleibenden 2 schon immer laut auf der Suche waren bis wir nach ein paar Wochen wieder Ersatz hatten. Da waren sie aber alle noch jung.
Heute haben wir aufgrund Verlust durch Krankheit/Altersschwäche tatsächlich nur noch zwei alte Auen, die aber super zurechtkommen. Eine davon ist sogar blind...wahrscheinlich klappt das aber auch nur weil sie ständig Menschenanschluss haben (sind bei uns am Hof) und Hund und Katzen sind auch ständig dabei..insofern kannst Du bei Schafen generell immer mir Überraschungen rechnen.
Wenn jetzt natürlich irgendwann noch eines gehen muss, müssen wir das andere dann klar irgendwo unterbringen.
2. ja die reichen für Ouessant locker, v.a. wenn Du auch noch Ausweichfläche hast. Heu bzw. Grummeth (2./3. Schnitt) haben meine immer zur Verfügung das ganze Jahr, im Winter wird da natürlich mehr verbraucht, jetzt im Sommer nehmen sie gast nichts davon.
3. Meine Ouessant haben alle so zwischen 5 und 8 die Schneidezähne verloren, Backenzähne haben, soweit ich es beurteilen kann, alle immer behalten.
Die fehlenden Zähne machen keinerlei Problem, die zupfen das Gras dann trotzdem halt mit den Lippen ab. Gut von einem Apfel abbeissen ist halt dann nicht mehr so einfach, aber die kann man ja in kleinen Häppchen schneiden.
Prinzipiell muss man nichts zufüttern, als Leckerli tut es Quetschhafer oder reichhaltiger Schafmüsli (ich habe gute Erfahrung mit Havens Lamm + Schafmüsli). Das kann man dann auch nach Bedarf etwas mehr geben bei älteren Schafen. Meine sind aktuell 16 bzw. 13 Jahre alt und bekommen jeder so eine gute Handvoll am Tag. Bräuchten sie wahrscheinlich aber nicht, sind gut genährt.
Offenstall/Unterstand hast Du? Auch wenn es immer heisst die vertragen rauhes Wetter: Meine sind Weicheier. Die gehen bei Regen und Sturm immer in den Stall
Keine Frage, Ouessant sind echt klasse und genügsame Schäfchen. Nach langen Jahren muss ich aber auch die Nachteile sehen:
- sie haben leider die Angewohnheit sehr laut zu blöken. Vor allem wenn sie lernen daß dann jemand kommt
- DIe Bewollung ist zumindest bei meinen extrem stark und neigt auch zum Verfilzen gerade um den Hals/Nacken herum, und am Hinterteil/zwischen den Hinterbeinen. Da muss man bis der Scherer kommt, manche selber etwas ausschneiden. Ist aber wohl auch von den Zuchtlinien/Vererbung abhängig, das war unterschiedlich je nachdem wo wir sie her hatten.
Ausserdem sind sie sehr zappelig beim Scheren, aufgrund des geringen Gewichts bleiben die nicht einfach so auf dem Hintern sitzen wie schwerere Schafe...unser Schafscherer "schimpft" da immer...
So gesehen würde ich heute auf jeden Fall andere nehmen, auf jeden Fall Haarschafe. Soay oder Kameruner...ist aber wirklich nur meine persönliche Meinung!
Franken (bei Biertrinkern auch Paradies genannt) ist anders als irrtümlich behauptet keine zu Bayern zählende Region, sondern ein eigener Kontinent, dessen Mittelpunkt MITTELfranken ist.
Der Franke selbst hat statt Blut hämoglobinhaltiges Starkbier.