Wann Barbados Blackbelly Bocklämmer von den weiblichen Tieren trennen

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Honighof
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Wann Barbados Blackbelly Bocklämmer von den weiblichen Tieren trennen

Beitrag von Honighof »

Liebes Forum,

Wir haben ungeplant unsere kleine Barbados Blackbelly Herde von ursprünglich 10 Tieren auf 20 Tiere erweitert, ein frühreifer Bock hat leider 100% Treffrquote vor seiner Kastration erzielt.

Wir haben 5 männliche und 6 weibliche Lämmer. Der älteste Bock ist jetzt 8 Wochen alt, der Jüngste 7 Wochen, ist aber recht klein, war auch bei der Geburt zu früh.

Wann muss ich die jetzt 8 Wochen alten Bocklämmer von den weiblichen Tieren trennen? Der Plan mit unserer Tierärztin war: Kastration mit ca 12 Wochen und davor mit ca 10 Wochen die Böcke von den weiblichen Tieren zu trennen.
4 der 5 Böcke zeigen deutliches Interesse an den Auen und ich habe einen bereits bei Versuch des Aufspringens mit Ausschachten bei der kleinsten Aue gesehen. Hin und wieder machen die Böcke das, was hier im Forum mit „Treiben“ beschrieben wird.
Wir wollen unseren Bestand keinesfalls erweitern, schon die Verdopplung stellt eine große Herausforderung dar. Aber ich möchte gern alle Tiere behalten, unsere Flächen sind groß genug.

Vielen Dank
Simone vom Honighof
Zibble
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Re: Wann Barbados Blackbelly Bocklämmer von den weiblichen Tieren trennen

Beitrag von Zibble »

Erstmal herzlich willkommen im Forum!
Es ist ein leidiges Thema mit der ungewollten Vermehrung, wobei Eurer schon recht früh dabei war.
Ich versuche, die Zeit bis zur Kastration oder Abgabe mit einer sog. Bockschürze aus Leder zu überbrücken.
Das kann klappen, muss aber nicht!
Die zu frühe Kastration bevor der männliche Harntrakt ausgewachsen ist, kann vermehrt zu Harnstein Problemen führen, das ist ohne fachtierärztliche Hilfe immer letal für die Böcke unter grauenhaften Schmerzen.
Es sei denn, du kannst schlachten

Vg
Ich habe Schaf und ich weiß warum
Honighof
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Re: Wann Barbados Blackbelly Bocklämmer von den weiblichen Tieren trennen

Beitrag von Honighof »

Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
Die Schürze einzusetzen hatte ich auch schon überlegt. Aber es bleibt ja ein Risiko, das ich nicht eingehen will.

Wir haben einen weiteren kleinen Stall auf dem Gelände, so dass ich gut eine Bockgruppe aufmachen kann. Ich habe zwei kastrierte ältere Böcke, die ich zu den Bocklämmern dazustellen kann.

Ich tue mich nur gerade schwer damit, die jetzt 8 Wochen alten Böckchen von ihren Müttern zu trennen. Noch trinken sie recht häufig bei der Mutter, die Euter der Mütter sind auch noch prall. Das würde ja ein abruptes Absetzen sein und ich möchte den Lämmern die bestmögliche Entwicklung ermöglichen.

Wir sind tierärztlich in sehr guter Betreuung und das Problem mit den Harnsteinen wurde von der Tierärztin auch schon angesprochen. Kastration soll so spät wie möglich erfolgen. Die Herde soll dann ca 3 Wochen nach der Kastration ( TÄ sprach von ca 3 Wochen, die der „letzte Schuss“ noch möglich wäre) wieder zusammengeführt werden.

Die gesamte Herde ist am Tag auf der Weide. Wir haben für alle Tiere Offenstälel, wo alle auch am Tage bei der Hitze liegen.
Nachts sperre ich alle Schafe im Stall ein. Denn wir haben trotz eingezäuntem Gelände und flexiblen Elektrozäunen auf den Weiden innerhalb des Geländes immer mal Füchse und mich treibt die Sorge, dass die Lämmer dann nachts im Elektrozaun durch unkontrollierte Flucht hängen. Die Herde geht freiwillig abends rein, wartet fast schon darauf. Ist für die Mütter offensichtlich auch entspannter.

Was tut man nicht alles fürs liebe Vieh, das ist bei mir Herzenssache.

Liebe Grüße Simone
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