Weidepflege ohne große Maschinen 0,5ha

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Ostfriese
Beiträge: 28
Registriert: Fr 9. Feb 2024, 17:04

Weidepflege ohne große Maschinen 0,5ha

Beitrag von Ostfriese »

Guten Tag liebe Forumsgemeinde.
Wir stehen noch am Anfang und haben erst seid letzten Jahr Ende Mai Schafe. Zur Zeit drei ostfriesische Milchschafe. Einpendeln wird es sich wohl auf zwei Mutterschafe plus Nachwuchs.
Insgesamt sind es ca 4000 - 5000 m2.
Die Weideflächen waren bis letztes Jahr eher unberührt.
Parzelle 1 wurde in den letzten Jahren nur gemäht. Die anderen waren eher wild. In Parzelle 2 haben wir bereits einige Bäume heraus genommen. In Parzelle 4 ebenfalls (dort sind die Tiere auch erst seid diesem Jahr )
Wir versuchen nun nach und nach die Flächen zu verbessern.
Wie würdet ihr vorgehen?
Neben den gesehenen Bäumen gibt es noch sehr viele Baumstümpfe im Boden. Zu schutzende Bäume haben wir zurzeit mit schafskot eingerieben. Wobei die Tiere vor allem in Parzelle 4 nur an einige wenige erlen rangehen. Da schützen wir nichts. In den anderen Parzellen sind vor allem Obstbäume die wir schützen.
Die Tiere standen bis Anfang Dezember auf den Flächen und dann ab Anfang März wieder erst stundenweise und dann immer länger..seid Mitte April wieder Tag und Nacht.
Was wir zur Zeit so machen:
Die Tiere stehen auf jeder Fläche immer etwas eine Woche. Dann habe ich die Flächen immer einmal mit dem Rasenmähertrecker nachgemäht. Ohne Korb und mit Heckauswurf. Die Idee war, dass sich die nicht angefressen Teile besser verteilen als an einer Stelle zu liegen(wir können den Rasenmähertrecker auch einstellen, dass er es an Ort und Stelle liegen lässt, also Mulchen ohne großflachiges verteilen). Kann man das so machen, oder eher nicht? Wegen Verteilung der Keime? Ende des Jahres hatte ich gedacht, das nochmal zu machen (sinnvoll?)
Ab September würde ich Parzelle 3 nichtmehr beweiden lassen , einmal Runtermähen und nachsähen. Oder kann man auch nachsähen und beweiden?
In Parzelle 4 (war ja vorher eher Wald) habe ich vor 1,5 Monaten erstmal alle Stocker und Unrat entfernt und dann mit dem Rasenmähertrecker und Korb erstmal den Rest entfernt.
Hier kämpfen wir zur Zeit gegen die Brennessel durch ständiges mähen mit dem Trimmer. Hier sollen noch einige Bäume heraus genommen werden, um es etwa Lichter zu machen.
Hier wächst auch sehr viel Klette. Wie können wir die los werden?
Anfang nächsten Jahres würden wir die gesamte Fläche Mal Kalken und im darauffolgenden Jahr Mal mit dem verotteten Schafsmist Düngen. Oder müssen wir unbedingt schon vorher Mal düngen?
Wenn die Flächen dann Mal etwas besser sind würden wir wegen des parasitenmagements auch Mal eine Flächen überspringen und diese dann nur Runtermähen. Könnten wir da dann auch Mulchen, also das Gras liegen lassen oder müsste es wie beim Heu machen von der Flächen herunter genommen werden? Wie verhält es sich da mit dem Parastendruck? Bringt es sehr viel den Schnitt von der Fläche zu holen?
Mit der Sense oder wie auch immer selbst Heu machen ist für uns keine Option 😁

Das war's erstmal, ich hoffe jemand hat die Muße alles zu lesen und zu antworten.
Liebe Grüße 😁
Ostfriese
Beiträge: 28
Registriert: Fr 9. Feb 2024, 17:04

Re: Weidepflege ohne große Maschinen 0,5ha

Beitrag von Ostfriese »

Moin. Fotos sind leider zu groß. Müsste ich Mal am PC formatieren.
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Henry
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Re: Weidepflege ohne große Maschinen 0,5ha

Beitrag von Henry »

Ich empfehle mal etwas Literaturstudium zu Grünland oder einschlägige Sachkundelehrgänge der Landwirtschaftsorganisationen.

In der Weidewirtschaft ist eine Umtiebsweide einer Dauerweide vorzuziehen. Wie immer bei Zuteilung und gutem Futter nebenan entsteht Druck am Zaun. Unter 3,5J oder Festzaun sollte man nicht gehen.
Henry
der
Schafschützer
muldentaler
Beiträge: 5
Registriert: So 27. Apr 2025, 06:53

Re: Weidepflege ohne große Maschinen 0,5ha

Beitrag von muldentaler »

Guten Tag,

zu Beginn unserer Schafhaltung haben wir auf unseren Flächen noch Heu gewonnen. Aufgrund von Zeitmangel und begrenzter Maschinenausstattung mulchen wir unsere Wiesen – darunter Streuobstwiesen, Grünlandflächen sowie Waldwiesen – inzwischen fast ausschließlich im Sommer.

Die besten Erfahrungen haben wir damit gemacht die Abgeweideten Flächen 1-1,5 Wochen nach abweidung zu mulchen.

Im Frühjahr und Herbst bearbeiten wir die Flächen mit einer alten Wiesenschleppe. Eine Nachsaat erfolgt nur noch selten, da wir den Eindruck haben, dass sich die Wiesen durch den natürlichen Schafkot und den Mulch hervorragend regenerieren und ausreichend gedüngt werden.

In unserer Region bestehen zudem keine Probleme mit Staunässe oder dauerhaft nassen Flächen, was die Pflege deutlich erleichtert.

Beste Grüße
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