Vorstellung

Antworten
Fuchsschäfer
Beiträge: 3
Registriert: Sa 1. Jun 2024, 19:47
Wohnort: Thüringische Rhön
Schafrasse(n): Coburger Fuchsschafe
Herdengröße: 50

Vorstellung

Beitrag von Fuchsschäfer »

Hallo in die Runde,

vor 5 Jahren haben wir wieder angefangen Fuchsschafe zu halten und fingen mit 9 Muttern an.
Jetzt sind wir bei 50 Muttern und bewirtschaften ca. 12 ha teils geförderte Naturschutzflächen.

Ein Teil der Herde wird mit Swifter eingekreuzt, da die Hälfte der Lämmer noch über den Händler gehen muss.

Die Schafe stehen nach Möglichkeit ganzjährig auf Grünland und werden nur bei Bedarf (Eis und Schnee) aufgestallt.
Bisher 1 Mal für 2 Wochen in 5 Jahren.
Kein Mist-Entsorgungsproblem, keine Kosten für Heu ec. da wir ca. 50 ha Wiesen zum Nachweiden haben.

Die Ablammung machen wir im April im Freien so daß die Mütter mit den Lämmern ins frische Gras reinwachsen.
Problemfälle wandern zu uns nach Hause zum Behandeln.

Dieses Jahr bekommen wir einen "neuen Stall" so sind wir auch da wieder flexibel.

Seit wir so arbeiten haben wir eine Ablammquote mit unseren Füchsen von über 200 %, leider sind Drillinge der Fall wo meist ein Lamm verstossen wird.
Durch die gute Winterweide sind die Lämmer bei der Geburt schön kräftig und vital.
Es gibt nur Salz und Mineralfutter zusätzlich.

Die Lämmer werden bis ins nächste Jahr mitgehütet und dann mit 45 -50 kg verkauft.(9-11 Monate)

Die letzten Jahre haben wir insgesamt 3 Rundballen Heu und ein bischen Stroh für schlechte Tage benötigt.

Wir arbeiten mit Bordercollies und treiben die Herde zu Fuss zu den entfernter liegenden Weideflächen.(bis 10 km)

Durch die Mittelgebirgslage (Rhön) haben wir auf 330 Meter relativ milde Winter und kein Problem mit Staunässe oder Überschwemmung bei Dauerregen.

Grüsse Annette und Gunter
Benutzeravatar
KABA
Förderin 2024
Förderin 2024
Beiträge: 890
Registriert: Fr 30. Sep 2016, 20:43
Wohnort: Niedersachsen, LK OHZ
Schafrasse(n): Romanovschafe, Thüringer Waldziegen

Re: Vorstellung

Beitrag von KABA »

Willkommen :Kuh:
Das hört sich spannend an! Was macht ihr mit den "verstoßenen" Lämmern - Flaschenlämmer bei euch, oder gebt ihr sie ab?
Ich wünsche dir die Fröhlichkeit eines Vogels im Eberescheneschenbaum am Morgen,
die Lebensfreude eines Fohlens auf der Koppel am Mittag,
die Gelassenheit eines Schafes auf der Weide am Abend.
Fuchsschäfer
Beiträge: 3
Registriert: Sa 1. Jun 2024, 19:47
Wohnort: Thüringische Rhön
Schafrasse(n): Coburger Fuchsschafe
Herdengröße: 50

Re: Vorstellung

Beitrag von Fuchsschäfer »

hallo,
verstossene Lämmer werden mit abgemolkener Biestmilch versorgt und erst mal versucht die Mutter einzuladen es doch anzunehmen.
wenn das nicht klappt und ich gleichzeitig ein totes Lamm habe versuche ich es mit einem "Mäntelchen" des verstorbenen unterzustoßen, oder
ich schmiere den Waisen mit Gebärschleim und Fruchtwasser der anderen Mutter ein und versuche dass Sie es annimmt.
Da diese Möglichkeiten bei einem Bestand von 50 Muttern sehr begrenzt sind (früher hatte ich 500) geht es meist nach Hause und es wird mit Milchaustauscher versorgt.
Aufgrund von früheren schlechten Erfahrungen mit den Mengenangaben werden sie am Anfang eher etwas kurz gehalten, damit der Magen nicht
"überlaeuft"und sie keinen Durchfall bekommen.
Um nicht jedes Jahr mit den gleichen Mutterschafen verstossene Lämmer zu haben durften die Problemmuttern die Herde verlassen.
Jetzt habe ich nur noch manchmal bei Drillingen und Erstlammenden solche Fälle.
Wenn die Lämmer es schaffen bleiben auch die Bocklämmer aus sentimentalen Gründen bei uns und kommen dann in die Bockgruppe.
Man kann sich halt von Tieren mit Namen schlechter trennen ausser sie werden angriffslustig.
Grüße aus der Rhön
Antworten