Förderung / Entschädigung Sachsen konkret

Edwin
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Re: Förderung / Entschädigung Sachsen konkret

Beitrag von Edwin » Do 6. Dez 2018, 08:17

Romanov II hat geschrieben:Moin,
wir hatten gestern Bezirksversammlung. Dort berichteten auch Schäfer, die Wolfsrisse hatten.
Hier 3 kleine Tipps für den Fall der Fälle:
1. Die Wolfsberater sind verpflichtet dem Tierhalter Rückstellungsproben anzubieten (die man erst einmal behält oder selbst an ein anderes Labor schickt).Das ist nicht allen Tierhaltern bekannt, bitte auch an Rinderhalter weitergeben!

2. Man fragt den Berater wieviele Proben er ziehen möchte und fordert für sich eine Anzahl proben (Bsp. Berater zieht 6, dann nimmt man selber 3 od.4). Wenn die Proben dann gezogen sind wählt der TIERHALTER seine Proben aus den Röhrchen aus. Grund: Es ist häufiger vorgekommen, dass unbrauchbare Schmierproben gezogen wurden. ABSICHT???

3.Wenn das gerissene Tier gesichert ist, mit z.B. Goldfolie aus dem Verbandskasten abgedeckt ist und der Wolfsberater angerufen ist, dann unbedingt den Strom auf dem Zaun prüfen! Schon gebrochene Litzen im netz werden einem angekreidet....

Und ob man Presse/Medien ruft entscheidet jeder selber, aber auch hier gibt es vermehrt Vorfälle, dass die Berichte gedeckelt/zensiert wurden/werden sollten.

Ich wünsche allen Tierhaltern, dass ihr das möglichst nicht anwenden müsst...
Anne, ich will hier mal nach meinem Erkenntnisstand antworten.

Also was Du hier beschreibst ist der Job, den ein Rissgutachter zu machen hat. Er erstellt ein Gutachten, welches rechtliche Relevanz hat, also der Wahrheit verpflichtend gilt.
Proben "ziehen" ist meines Erachtens nicht der richtige Ausduck, man stellt sich dabei eher eine Blutprobe mit Kanüle vor. Abnehmen, abstreichen, allgemein nehmen, aber der Begriff ist nicht so wichtig. Es werden mehrere Proben pro Tier genommen, weil es beben nicht gegeben ist, dass auch jede Probe wirklich funktioniert. Das kann viele Gründe haben, Trockenheit zum Beispiel, da kannst Du mit einem Tupfer oft nicht viel anfangen und es wird von vornherein zu einem Versuch. Die Quote liegt bei etwa 50 % , mehr nicht. Ich muss immer schmunzeln, wenn in der Öffentlichkeit suggeriert wird, wir nehmen mal fix eine Probe und schaffen somit Klarheit in allen erdenklichen Angelegenheiten...

Ja, gebrochene Litzen werden dann "angekreidet", wenn das der Grund sein kann, warum die Spannung unter die geforderte Mindesthöhe gesunken ist. Im letzten Jahr die Trockenheit als natürliche Ursache braucht bspw. nicht auch noch gebrochene Litzen. Es sei denn, sie sind auf Grund des Übergriffes defekt, was auch wieder durch den Gutachter festgestellt wird... Ankreiden ist so ein Ausdruck. Klar sagt der Gutachter was, aber es entscheidet dann die Zuständige Stelle mit Gutachten als Grundlage, in Brandenburg das LELF.

Geh mir los mit der Presse! Die schreiben was sie wollen oder in den Kram passt oder schlichtweg Quote bringt. Wahrheitsfindung ist bei der Klientel nicht gerade angesagt...

Das Beste das alles zu vermeiden ist aber immer noch der angepasste Herdenschutz. Ich kann davon ein Lied singen. erst Vorgestern war die Komplettbesatzung Wölfe an meiner Koppel, besser: sie sind daran vorbei gelaufen, nachdem sie das Ticken des Schaggerätes vernommen haben... Das Rudel ist 10 m vor dem Zaun abgewinkelt davon getrabt...

Grüße

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Insane
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Re: Förderung / Entschädigung Sachsen konkret

Beitrag von Insane » Do 6. Dez 2018, 09:01

"Das Beste das alles zu vermeiden ist aber immer noch der angepasste Herdenschutz. Ich kann davon ein Lied singen"

Das Lied kenn ich - der Text ist vom NaBu. Hat es aber trotz Endlosschleife nie in die Charts geschafft...
Das ist kein Heu in meinen Haaren - das ist Schäferglitzer :?:

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